Ben Osenberg

Snackbare Stories von smarten Unternehmern


Noah: “Gebt ihr mir Gratiswerbung auf Reddit?”

Reddit: “Ja”

Aber lass uns vorn beginnen.

Noah hatte eine Idee: Viele Reddit-Nutzer hosteten Bilder auf Imgur. Der Hoster war neu auf dem Markt und Reddit startete gerade sein Werbeprogramm.

Könnte er beiden einen Deal bieten und daran verdienen?

Also schrieb er ihnen.

Imgurs Gründer bekam eine kalte Mail, in der Noah fragte, ob er seine Software günstiger verkaufen und die Gewinne mit ihm teilen darf.

Reddit kontaktierte er über einen Freund und fragte, ob sie ihm kostenfreie Werbung für seine Promotion geben.

Beide sagten Ja.

Das Ergebnis:

  • Imgur verdiente Geld ohne Arbeit.
  • Reddit beglückte seine Nutzer und bekam eine Case-Study fürs neue Werbeprogramm.
  • Noah Kagan legte mit 200+ Verkäufen den Grundstein für AppSumo.

… einfach, indem er fragte.

Wonach könntest du einfach fragen?


Snackbare Stories für smarte Unternehmer.

Ein Name. Eine Telefonnummer. 684$ am Tag.

Über diese Idee sprechen Kunden noch 15 Jahre später.

Es war 2008: Finanzkrise, geplatzer Immobiliemarkt in den USA.

Und Craig Flynn lebte davon, Holz an Häuserbauer zu verkaufen. In den USA.

Keine gute Zeit …

Geplante Einnahmen brachen weg. Neukunden waren kaum zu erreichen. Geld für Marketing wurde knapp.

Doch Craig hatte zwei Dinge:

  1. eine verrückte Idee,
  2. Kurt, einen Mitarbeiter, dessen Job es war, Aufträge anzunehmen (der also nichts zu tun hatte).

Stell dir vor, du arbeitest auf einer Baustelle. Täglich schneidest du Holzbretter zurecht, behandelst sie, bringst sie an den richtigen Stellen an. Immer wieder. Jedes Brett ist wie das nächste.

Doch dann siehst du auf manchen diese merkwürdige Botschaft:

“Call Kurt for a Shirt 888-229-7900”.

Wer macht sich nicht den Spaß und ruft dort in der Mittagspause an?

Ans Telefon geht ein sympathischer Kerl, der fragt, woran ihr arbeitet, welches Material ihr nutzt und wieviele ihr seid. Zwei Tage später kommt ein Karton mit T-Shirts für alle ("got wood?") und nützlichen Proben. Einfach so.

Was nach einem kleinen Werbestunt klingt, rechnete sich schnell. Arbeiter trugen die Shirts. Andere sahen sie. Alle sprachen über Kurt, weil sonst niemand an die Männer auf der Baustelle dachte. Dankbar empfohlen sie, bei Kurt zu kaufen.

Kosten: 3€ pro T-Shirt plus Versand.

Gewinn: 3000 Leads in einem Krisenjahr, 250.000 Dollar an gesparten Werbekosten (ca. 684$ pro Tag) und eine Kampagne, über die Menschen auch noch 15 Jahre später sprechen.

Welche verrückte Idee könntest du testen?



Snackbare Stories für smarte Unternehmer

10.000 Abonnenten mit einer simplen Taktik

Wie ein 75M$-Newsletter die ersten Abonnenten gewann

Er hasste, was er tat. 1000 Augenpaare starrten ihn an. Aber er würde dafür sorgen, dass es sich lohnt …

Stell dir vor, du hast einen Newsletter.

Die Idee ist gut. Du hast Bock zu schreiben. Nur Leser fehlen.

Was machst du?

Ich denke spontan an Werbeanzeigen, Kooperationen mit anderen Newslettern oder Content auf Social Media.

Alles schön und gut. Doch Austin Rief war sowas zu langsam. Und er hatte eine Idee …

An seiner Uni studierten viele Menschen. Rund 1000 besuchten mit ihm die Einführung in die Wirtschaftslehre. Warum nicht zweckentfremden?

Zur nächste Vorlesung erschien er vorbereitet. Kurz bevor die Veranstaltung begann, stand er auf, trat vor seine Kommilitonen und pitchte seinen Newsletter. Danach ging er durch den Saal mit einer Liste in der Hand.

“Ich stand vor den Leuten und starrte ihnen in die Augen, bis sie mir ihre E-Mail Adresse gaben.”

Das gehörte nicht gerade zu seinen Lieblingsaufgaben. Aber es rechnete sich.

“Ich hasse es, vor Publikum zu sprechen. Wenn ich mich schon vor 1000 Leute stelle, dann bekomme ich besser jede verdammte Adresse.”

Ich weiß nicht, wieviele Kommilitonen seinem Blick widerstanden. Aber nach ein paar Vorlesungen hatte er die ersten 10.000 Newsletter-Abonnenten.

5 Jahre – und vermutlich viele kreative Aktionen – später, verkaufte Austin Rief Anteile an seinem Newsletter Morning Brew für “eine lebensverändernde Summe” an Axel Springer (Gesamtbewertung der Firma: 75 Millionen Dollar).

Was könntest du für deine Ziele zweckentfremden?