Ben Osenberg

Innere Konflikte

Manchmal sind wir hin- und hergerissen:

Beinahe, als ob wir Tauziehen mit uns selbst spielten.

Werden solche Konflikte nicht gelöst und sind beide Seiten ähnlich stark, kann das für große Anstrengung sorgen – ohne dass sich etwas bewegt.

Eine kleine Übung, die für Bewegung sorgt: Stell dir vor, du könntest mit beiden Seiten einzeln sprechen. Frag sie, wofür sie das denken und wollen.

Ich will mich bestmöglich vorbereiten!
Wofür willst du dich bestmöglich vorbereiten?
Ich will die Prüfung erfolgreich bestehen!
Wofür willst du die Prüfung erfolgreich bestehen?
Ich will mich kompetent fühlen (wie jemand, der auch schwierige Dinge schafft)!
Wofür willst du dich kompetent fühlen?
Ich will stolz auf mich sein!
Wofür willst du stolz auf dich sein?
Ich will mich gut mit mir fühlen!

Ich zweifle daran, dass ich die Prüfung bestehe!
Wofür denkst du das?
Ich will keine unangenehmen Überraschungen, nicht unerwartet durchfallen!
Wofür willst du nicht unerwartet durchfallen?
Ich will mich nicht dumm fühlen!
Wofür willst du dich nicht dumm fühlen?
Ich will stolz auf mich sein!
Wofür willst du stolz auf dich sein?
Ich will mich gut mit mir fühlen!

Oft genug nach dem Wofür gefragt, bin ich immer bei geteilten Wünschen gelandet.

Das löst zwar nicht direkt den Konflikt, bietet aber eine Perspektive, die es leichter macht, für alle akzeptable Lösungen zu finden.

Wenn beide Seiten wollen, dass du stolz auf dich bist, vielleicht

Die Frage nach dem Wofür kann Festgefahrenes auflockern.