Ben Osenberg

Die emotionale Leserreise

Du weißt, was dein Buch verspricht und wie es das Versprechen erfüllt. (Falls nicht, lies die 2 Reisen deiner Leser und die kognitive Reise.)

Dein Vorgehen klingt schlüssig. Vielleicht entsteht sogar der Eindruck, das Konzept wäre fertig.

Aber hier ist eine Sache, die manche Autoren vergessen (ist mir anfangs definitiv passiert):

Leser sind Menschen. Mit Gefühlen, Ängsten, Unsicherheiten, blinden Flecken und anderem, was sie davon abhält, deine Inhalte umzusetzen und zu erreichen, wofür sie dein Buch kaufen.

Bei persönlichen Themen ist das Emotionale besonders wichtig (und vermutlich schon Teil deines Inhalts). Aber auch wenn es um harte Fakten geht, sind Emotionen beteiligt.

Natürlich kann dein Buch keine grundlegenden emotionalen Themen klären.

Aber es kann Hürden auf dem Weg ansprechen und Hilfestellungen geben, sodass es wahrscheinlicher wird, dass Leser deine Inhalte nutzen und Erfolge erleben.

Stimmen eure Ziele überein, entsteht daraus dein Erfolg.

Folgende Fragen haben mir geholfen, das Menschliche in Büchern zu berücksichtigen:

1. Welche Emotionen sollen sich im Laufe deines Buchs verändern?

Vielleicht gelangen Leser von Zweifeln und Skepsis zu der Überzeugung, dass dein Weg zu ihnen passt.
Oder sie starten mit Unsicherheit, die sich zu Selbstvertrauen entwickelt, dass sie diesen Weg gehen können.
Oder sie sind anfangs verwirrt und beenden dein Buch mit Klarheit, was die nächsten Schritte sind.

2. Welche emotionalen Hindernisse stehen dieser Reise im Weg?

Klar kannst du es nicht hunderprozentig wissen. Aber wenn du deine Zielgruppe gut kennst, kannst du eine Vorstellung gewinnen,

3. Wie hilft dein Buch, emotionale Veränderungen schrittweise anzustoßen?

Größere Entwicklungen geschehen oft schrittweise und nicht schlagartig. Zweifel werden selten mit einer Info zu Überzeugung.

Wahrscheinlich brauchen Leser erstmal etwas, wodurch sie ihre Zweifel anzweifeln. Das kann verwirren. Aus Verwirrung können neue Perspektiven entstehen, die sicherere Ausblicke bieten. Auf dieser Basis kann die Überzeugung entstehen, dass deine Perspektiven wahr sind und daraus die Sicherheit zu handeln.

Welche Zwischenschritte brauchen die gewünschten emotionalen Änderungen?


Die Antworten auf diese Fragen, habe ich im nächsten Schritt zu einem Buchkonzept zusammengebracht.