Wurst und Veränderung

Dein Leben ist komplett – prall gefüllt mit Verpflichtungen, Vorlieben und Routinen. 

Morgens duschen? Vor oder nach dem Frühstück die Zähne putzen? Welchen Weg zur Arbeit? Alles ist entschieden.

Dann siehst du es glitzern: das Neue. 

„Hast du Steffi gesehen? Sie ernährt sich jetzt vegan und hat 3 (!) Kilo abgenommen!“

Das kannst du auch. Also schaffst du Platz: Wurstbrot? Raus aus dem Alltag. Fleisch zum Mittag? Nope. 

Angetrieben von funkelnden Zielen, ist die Überzeugung groß: Schau dir all die Fleischesser an. Totes Tier. Bah. Dein neues Ich ist großartig!

Doch wenn der Reiz des Neuen nachlässt, melden sich alte Gewohnheiten: Fisch ist kein Fleisch, oder? Und soo viel Tier steckt eigentlich gar nicht in der Salami…

Drei Wochen später entscheidest du beim Schinkenbrot, heute Mittag den Salat mit Ziegenkäse zu nehmen – ist schließlich beinahe vegan.

Ein Zeichen von Schwäche? Möglicherweise. 

Oder es ist das Beste aus zwei Welten: Aus deinem gewohnten Selbst – mit vielen Jahren Erfahrung – und aus positiven Absichten. 

Probier Neues. Lern dazu. Und sei nett zu dir, wenn dein Leben so bleibt, wie es ist.